WFS-Tagebuch, Tag 4: Day of Reconciliation

Treffpunkt FestivalwieseDer vierte Tag der Weltfestspiele stand ganz im Zeichen des historischen Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika. Gestern fand zum 16. Mal seit 1994 der „Day of Reconciliation“ statt, ein Feiertag in Südafrika, der der Versöhnung des Landes dient. Zu diesem Thema fand ein großer Kongress mit Reden und Videos und über 2000 Teilnehmern am Vormittag statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die internationale Solidarität Kubas bei der Unterstützung des Kampfes gegen die Apartheid. Kubas Eingreifen in den Krieg zwischen Angola und Südafrika brach dem Apartheidsregime schließlich das Genick. Nach einem Film über den Besuch Fidel Castros und dem Treffen mit Nelson Mandela feierten die angolanische Delegation zusammen mit der Kubanischen und Südafrikanischen mit typischen Gesang, Tanz und Sprechchören.

Wenig erstaunlich ist die negative Berichterstattung der bürgerlichen Medien über das Festival. Auf Seite 1 hat eine der wichtigsten Zeitungen des Landes das Festival in BILD-Manier zerrissen. Entsprechend verärgert haben die GenossInnen der ANC-Jugend reagiert und sind nicht gut auf Pressevertreter auf dem Gelände zu sprechen.

Zum Abschluss des Tages wurde auf der Hauptbühne vor mehreren tausend Delegierten südafrikanischer Electro, Dancehall und traditionell palästinensische Musik gespielt. Nach den Konzerten ging die Party für uns noch in den Unterkünften der portugiesischen GenossInnen weiter…..

Kerem und Jonic, München
Übernommen von www.sdaj-netz.de