Jahr: 2010 (Seite 1 von 3)

Press TV: Bericht von den Weltfestspielen

Antiimperialistisches Tribunal: »Schuldig!«

17. WeltfestspieleDas Antiimperialistische Tribunal, ein traditioneller Bestandteil aller Weltjugendfestspiele, verurteilte am Montag den Imperialismus als Verantwortlichen für unzählige Verbrechen gegen die Menschheit. In das symbolische Urteil, das die von dem südafrikanischen Richter Andele Magxitama geleitete Jury verkündete, flossen zahlreiche Zeugenaussagen ein, die von den nationalen Delegationen aus aller Welt eingebracht worden waren. Dazu gehörten solche über Kriege, Morde, Blockaden, Sanktionen, durch die herrschende Weltordnung beförderte Krankheiten und Epidemien, militärische und biologische Aggressionen, Folterungen, die Ausbeutung von Arbeitern und Staatsstreiche. Verurteilt wurde das »verabscheuungswürdige System« auch für die Zerstörung der Umwelt, die Ausbeutung der Naturressourcen jedes Landes sowie für die Versuche der nationalen Oligarchien, soziale Veränderungen aufzuhalten und umzukehren. Weiterlesen

Im Geist von Soweto

junge Welt, 22.12.2010Mit einer farbenfrohen Friedensdemonstration zu den Union Buildings, dem Sitz der südafrikanischen Regierung, sind am Dienstag in Pretoria die 17.Weltjugendfestspiele der Jugend und Studenten zu Ende gegangen. Als die Abschlußkundgebung vor dem mächtigen Regierungspalast mit der neuen südafrikanischen Nationalhymne begann, war die besondere Bedeutung der Tatsache, daß das Festival auf südafrikanischem Boden stattfand, plötzlich wieder allgegenwärtig. Zu Apartheidzeiten war der 1913 fertiggestellte Prachtbau Amtssitz der rassistischen Unterdrücker, und noch vor 21 Jahren wäre es undenkbar gewesen, hier die erste Strophe der fünfsprachigen Hymne, »Nkosi Sikelel’ iAfrika« zu singen. Weiterlesen

Pressespiegel

Für den Frieden, gegen den Imperialismus – Weltfestspiele in Pretoria beendet

Tausende bei den WeltfestspielenMit einer Großdemonstration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 140 Ländern und einer Abschlussveranstaltung sind am Dienstag in Pretoria die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu Ende gegangen. Vor den Unions Buildings, dem offiziellen Sitz der südafrikanischen Regierung, wurde die Abschlusserklärung offiziell an Vertreter von Staatspräsident Jacob Zuma übergeben. Kurz zuvor hatte sich Tiago Vieira, der Generalsekretär des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ), zufrieden mit dem Verlauf des Festivals gezeigt. Die Zahl der Teilnehmer an den Workshops, Seminaren und Konferenz seit Tag für Tag gewachsen, und auch die Qualität der inhaltlichen Debatten habe sich immer mehr gesteigert. Zu Beginn des Festivals hatten Teilnehmer noch Verzögerungen im Ablauf, eine zu geringe Beteiligung der Südafrikaner an den Diskussionen und organisatorische Probleme kritisiert. Weiterlesen

Fotos aus Südafrika: Endspurt beim Festival

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Das waren die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden

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WFS-Tagebuch, Tag 7: Ausflug nach Soweto

Am heutigen Sonntag stand für einen Teil der Delegation ein Ausflug nach Soweto auf dem Programm. Mit Bussen machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden und das Hector-Peterson-Museum zu besuchen. Das Hector-Peterson-Museum befindet sich in Orlando West, der Stadtteil Sowetos, in dem es Juni 1976 zum Aufstand schwarzer SchülerInnen und StudentInnen. Die Jugendlichen hatten zur Demonstration aufgerufen, um gegen Afrikaans als Lehrsprache an den Schulen und Universitäten zu protestieren. Akfrikaans war die Sprache der weißen Unterdrücker, die dadurch die Mehrheit zwangen, ihre Sprache anzunehmen. Der Protest war allerdings nur der Ausdruck eines generellen Widerstandes gegen das Apartheidsregime, der in den Demonstrationen am 16. Juni 1976 mit mehreren Zehntausenden Jugendlichen seinen Höhepunkt fand. Infolge von Angriffen seitens der Polizei starben an diesem und den darauf folgenden Tagen mehr als 600 SchülerInnen und StudentInnen. Das Bild des toten Hector Peterson ging damals um die Welt. Der gerade einmal 13jährige Junge war eines der ersten Opfer, das von der Polizei erschossen wurde. Neben dem nach ihm benannten Museum, an eben der Kreuzung, an der sich der Vorfall vor 34 Jahren ereignete, befindet sich auch das eindrucksvolle Hector-Peterson-Memorial, das anhand seiner Person exemplarisch aller Jugendlichen, die im Kampf gegen die Apartheid und für politische Freiheit und Demokratie ihr Leben ließen, gedenkt.

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WFS-Tagebuch, Tag 5: Gemeinsam diskutieren und feiern

»The only path for the youth is the revolutionary path, there is no other path.«
Ho Chi Minh

Der heutige Freitag war tatsächlich der erste Tag, an dem ich morgens nicht von strömendem Regen geweckt wurde; also bei strahlender Sonne Frühstück gepackt und ab in den Bus zum Festivalgelände. Der fünfte Tag der Weltfestspiele der Jugend und Studierenden stand im Zeichen Asiens, d.h. dass der Großteil der Workshops und Seminare sich um wichtige politische Themen und Geschehen im einwohnerstärksten Kontinent drehte. Allgemein scheint sich so langsam eine gewisse Routine (voll und ganz positiv gemeint!) in der Festivalorganisation entwickelt zu haben.

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WFS-Tagebuch, Tag 4: Day of Reconciliation

Treffpunkt FestivalwieseDer vierte Tag der Weltfestspiele stand ganz im Zeichen des historischen Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika. Gestern fand zum 16. Mal seit 1994 der „Day of Reconciliation“ statt, ein Feiertag in Südafrika, der der Versöhnung des Landes dient. Zu diesem Thema fand ein großer Kongress mit Reden und Videos und über 2000 Teilnehmern am Vormittag statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die internationale Solidarität Kubas bei der Unterstützung des Kampfes gegen die Apartheid. Kubas Eingreifen in den Krieg zwischen Angola und Südafrika brach dem Apartheidsregime schließlich das Genick. Nach einem Film über den Besuch Fidel Castros und dem Treffen mit Nelson Mandela feierten die angolanische Delegation zusammen mit der Kubanischen und Südafrikanischen mit typischen Gesang, Tanz und Sprechchören. Weiterlesen

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