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Algerien
Referat von Michael Opperskalski
Schlagzeilen im Sinne des Wortes
machen die gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem nordafrikanischen
Land kaum mehr, dennoch berichten die bürgerlichen Medien mehr oder
weniger regelmäßig in kleinen Meldungen über Algerien. Diese
Berichte – meist Kurzmeldungen internationaler Nachrichtenagenturen – informieren
hauptsächlich über neue Massaker der islamistischen Faschistenbanden.
Ich möchte dennoch zwei Meldungen jüngeren Datums herausgreifen,
die zum einen aus der Regel der „Massakerberichterstattung„ herausfallen,
zum anderen, vielleicht deswegen, einiges über Hintergründe der
gesellschaftlichen Entwicklungen in der „Demokratischen Volksrepublik Algerien"
aufzeigen.
So berichtet das Zentralorgan der bundesrepublikanischen
Bourgeoisie, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung", am 5. Juli 2000 folgendes:
„Deutschland betrachtet Algerien als zentralen Partner im Afrika nördlich
der Sahara. ‚Ohne Algerien geht nichts in dieser Region’, sagte der Staatsminister
im Auswärtigen Amt Volmer im Gespräch mit der ‚Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’. Es liegt im Interesse Deutschlands und der Europäischen Union
(EU), die politische Neuorientierung in dem nordafrikanischen Land zu unterstützen,
sagte Volmer, der Ende des vergangenen Monats (gemeint ist also der Juni 2000,
d.Verf.) Algerien besucht hatte." Knapp einen Monat zuvor, am 28. Juni 2000,
wusste die „Neue Züricher Zeitung" zu vermelden: „Die algerische Parlamentsabgeordnete
und Führerin des Parti des Travailleurs („Arbeiterpartei Algeriens„,
d.Verf.), Louisa Hanoune, hat sich im Fall des inhaftierten Islamistenführers
Belhadj an Staatspräsident Bouteflika gewandt. Belhadj in die Nummer
zwei des verbotenen Front islamique du salut (FIS) und seit 1991 in Haft.
Seine Familie hatte Hanoune gebeten, sich für die Verbesserung der Haftbedingungen
Belhadjs einzusetzen.„
Das erste Zitat belegt
anschaulich, dass es sich bei Algerien nicht um ein fernes Land ohne strategische
und ökonomische Bedeutung handelt, was im Umkehrschluss für das
Land bedeutet, dass sich die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse nicht
ohne Interesse von den bedeutenden imperialistischen Hauptmächten verfolgt
werden. In der Periode der sogenannten „Neuen Weltordnung„ schließt
dies alle Formen imperialistischer Einmischung wie auch die Austragung imperialistischer
Konkurrenz mit allen Konsequenzen ein.
Das zweite Medienzitat lüftet
ein wenig den Vorhang vor den politischen Auseinandersetzungen, die in Algerien
zur Zeit geführt haben und die einen entscheidenden Einfluss auf den
weiteren Entwicklungsweg des Landes haben. Bei der „Parti des Travailleurs„
(PT; „Arbeiterpartei Algeriens„, d. Verf.) handelt es sich um eine trotzkistische
Formation, die in entschiedenen Opposition zur algerischen Regierung steht
und – gemeinsam mit anderen Oppositionsgruppen – in unterschiedlicher Form
gemeinsame Sache mit den islamistischen Faschisten macht. Ziel dieser Kooperation
mit den islamistischen Faschisten ist es, über eine Rehabilitierung
dieser in Form der Partei FIS die Regierung strategisch zu schwächen,
was schließlich zu einer Regierung unter Einschluss der sogenannten
Oppositionskräfte – auch der islamistischen Faschisten – führen
soll.
In Algerien trachten also gleich
mehrere Mühlsteine danach, das Land zu zermahlen. Ein gnadenloser Terrorismus
der islamistischen Faschisten, eine sogenannte „demokratische Opposition„
(zu der auch die oben genannten Trotzkisten gezählt werden wollen)
sowie die imperialistischen Mächte des Westens (einschließlich
ihrer nationalen Helfershelfer und Wasserträger), die dem Land einen
knallharten neoliberalen Entwicklungsweg aufzwingen wollen.
Die Härte der gesellschaftlichen
Auseinandersetzungen lässt sich nur mit der ökonomischen Bedeutung
wie geostrategischen Lage Algeriens erklären. Das ökonomische Gewicht
fußt vor allem auf den bereits geförderten (und vor allem auch
noch vermuteten) Rohstoffen des Landes: Öl, Erdgas, Eisenerz, Phosphat,
Zink- und Bleierz, Schwefelspat und Salz. Geostrategisch liegt das Land im
Herz der Region des sogenannten Maghreb (Marokko, Mauretanien, Tunesien, Libyen,
Algerien). Entwicklungen im Herz dieser Region beeinflussen das gesamte Umfeld
und darüber hinaus den gesamten Nahen und Mittleren Osten. Wir verstehen
damit, warum es auch der bundesrepublikanischen Bourgeoisie nach mehr Einfluss
in dem nordafrikanischen Land lechzt und Ludger Vollmer dies dankenswerter
Weise in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung„ hinausposaunt...
Hintergründe
Einige Quellen für die Probleme
von heute lassen sich in der Geschichte Algerien finden. Algerien gehört
zu jenen Ländern, denen das Brandeisen des Kolonialismus besonders
tief und lange eingedrückt wurde. Die Kolonialgeschichte begann bereits
1830 mit der Einnahme Algiers durch die Franzosen. Diese lange und intensive
Kolonialgeschichte des Landes begründet den tiefen frankophonen Einfluss
nicht nur auf die Eliten, sondern auf alle gesellschaftlichen Bereiche Algeriens.
Hinzu kam eine starke Siedlerbewegung von Franzosen nach Algerien, die vom
französischen Kolonialherrn initiiert wurde, um den arabischen Charakter
des Landes zu zerschlagen und ihm mit Gewalt einen französischen Staatsapparat,
eine französische Kultur, eine französische Elite, französische
Spezialisten und Facharbeiter sowie französische Großgrundbesitzer
überzustülpen. Algerien sollte eben für immer zu Frankreich
gehören...
Der Widerstand des algerischen
Volkes gegen den französischen Kolonialismus begann bereits kurz nach
der Einnahme Algiers durch Frankreich; so sei hier beispielsweise die Widerstandsbewegung
unter Emir Abd Al-Kadir genannt, die 1832 begann und sich immerhin bis 1947
„halten" konnte. Da es dem französischen Kolonialismus niemals gelang,
den Freiheitswillen des algerischen Volkes zu ersticken, wurden die Repressalien
gegen den Volkswiederstand immer brutaler und wahlloser.
Dieser Widerstand wurde mit Beginn
des 20. Jahrhunderts jedoch organisierter und politischer. In den 20er und
30er Jahren entstanden verschiedene Widerstandsorganisationen, entwickelte
sich die Gewerkschaftsbewegung und wurde 1936 die „Algerische Kommunistische
Partei„ gegründet, die zunächst als Sektion innerhalb der „Französischen
Kommunistischen Partei„ (FKP) gewirkt hatte. An dieser Stelle sei jedoch
auf ein Problem hingewiesen, das nicht ohne Auswirkungen auf weitere politische
Entwicklungen bleiben sollte. Die Führung der FKP vertrat bereits in
dieser Frühzeit in der „Algerienfrage„ – entgegen den Positionen der
kommunistischen Weltbewegungen – nationalistische Positionen. So lehnte sie
faktisch lange die Unabhängigkeit des Landes ab, konzentrierte ihre Tätigkeit
in Algerien im wesentlichen auf die im Lande lebenden Franzosen, sperrte
sich „mit Händen und Füßen„ gegen die Gründung einer
eigenständigen „Algerischen Kommunistischen Partei„ und strebte nach
deren Gründung danach, deren Politik zu kontrollieren und der der FKP-Führung
unterzuordnen.
Damit wird es verständlich,
dass die algerischen Kommunisten abseits standen (und auch von bürgerlichen
und kleinbürgerlichen Elementen leicht isoliert werden konnten), als
sich die verschiedenen algerischen Widerstandorganisationen zur „Nationalen
Befreiungsfront„ (FLN) zusammenschlossen, die am 1. November 1954 mit dem
bewaffneten Kampf begann, der von der „Nationalen Befreiungsarmee„ (ALN)
geführt wurde. Der bewaffnete Kampf endete am 18. März 1962 mit
der Anerkennung der Unabhängigkeit Algeriens durch Frankreich. Das Unabhängigkeitsstreben
hatte dem algerischen Volk über 1 Million Tote gekostet...
Die Zahl ist nackt und brutal zugleich,
belegt sie doch, in welcher grausamen Form der Krieg von französischer
Seite aus geführt wurde und damit durchaus den Charakter eines Völkermords
gleichkam. Für den französischen Imperialismus war eben „nur ein
toter Algerier ein guter Algerier„.
Dennoch, je brutaler die Unterdrückung
der Unabhängigkeitsbewegung wurde, desto stärker und politisch
breiter wurde sie. Daher ist verständlich, dass der politische Arm der
Widerstandsbewegung, die FLN, die unterschiedlichsten Kräfte einschloss,
die im Kampf gegen den gemeinsamen Feind, den französischen Imperialismus,
vereint waren: bürgerliche und religiöse Kräfte, kleinbürgerliche
Intellektuelle, Bauern und landlose Tagelöhner, linke Gewerkschafter
und arabische Nationalisten, kämpferische, klassenbewusste Arbeiter
und kleine Bazarhändler, Anhänger des wissenschaftlicher Sozialismus
und Politiker, die von einer frankophonen bürgerlichen Demokratie in
einem formal unabhängigen Algerien träumten.
Damit mussten zwangsläufig Auseinandersetzungen
über den künftigen Entwicklungsweg ausbrechen, nachdem Algerien
formal unabhängig geworden war.
Schon die Tagung des „Nationalrates der
Algerischen Revolution„ vom 27.5 bis 7.6.1962 in Tripolis (Libyen) war von
diesen Auseinandersetzungen geprägt, dennoch konnten sich die anti-imperialistischen
und national-demokratischen Kräfte durchsetzen, was in der Annahme eines
politischen Programms gipfelte, das auf eine demokratische Volksrevolution
und einen nicht-kapitalistischen Entwicklungsweg orientierte.
Auf dieser Basis konstituierte
sich am 25.9.62 die algerische Nationalversammlung und wählte Ahmed
Ben Bella zum ersten Ministerpräsidenten des unabhängigen Algerien.
Die Klassenauseinandersetzungen um den Entwicklungsweg des Landes verschärften
sich jedoch, prägten auch den 1. Parteitag der FLN, der vom 16.4. bis
zum 21.4. 1964, der zwar mit der Verabschiedung der „Charta von Algier„ nicht
nur die Orientierung auf eine national-demokratische und anti-imperialistische
Entwicklung Algeriens erneuerte, sondern diese in wesentlichen Bereichen
auch konkreter ausformulierte. Mit der Verabschiedung der „Charta von Algier„
verstärkte und radikalisierte sich zugleich der Widerstand der Reaktion,
unterstützt vom französischen und nordamerikanischen Imperialismus.
Ministerpräsident Ben Bella wurde zur Kristallisationsfigur dieser Kreise
und er nutzte seine Position für einen schleichenden Staatsstreich.
Seit dem Beginn des Jahres 1964 kam es zu Repressionen gegen Kommunisten,
linke Gewerkschafter und anti-imperialistische Kräfte.
In dieser Situation des schleichenden
Staatsstreiches, des wachsenden Chaos und der sich intensivierenden imperialistischen
Intervention entschloss sich ein „Nationaler Revolutionsrat„ unter Oberst
Houari Boumediène am 19.06.1965 die Geschicke des Landes in die Hand
zu nehmen. Oberst Boumediène verkörperte wie kein anderer die
konsequent anti-imperialistischen, revolutionären Kräfte innerhalb
der bewaffneten Kräfte der algerischen Widerstandsbewegung. Der Machtübernahme
durch den „Nationalen Revolutionsrat„ folgte eine Vertiefung des revolutionären
Prozessen in Algerien. Diese Entwicklung gipfelte dann in der Bestätigung
der algerischen Nationalcharta in einem Volksreferendum am 27.6.1976. Die
algerische Nationalcharta bestimmte den weiteren Kurs der Revolution als einen
auf die Schaffung der Voraussetzungen für die Errichtung des Sozialismus
gerichteten Prozess.
Wichtige Errungenschaften
Im Zuge der Vertiefung des revolutionären
Prozesses kam es zu bedeutenden Veränderungen im Land. Diese seien
an dieser Stelle nur stichwortartig aufgeführt:
Die Banken, Versicherungen, das Nachrichtenwesen
sowie der Außenhandel wurden nationalisiert sowie die reichen Bodenschätze
nationaler Kontrolle unterstellt. Mit Beginn der 70er Jahre entwickelten
sich wichtige Ansätze für den Aufbau einer nationalen Schwerindustrie,
vor allem zur nationalen Verarbeitung der Rohstoffe des Landes.
Die Deviseneinnahmen des Landes
– vor allem aus dem Verkauf der Rohöls – wurden verwandt, um die brennendsten
sozialen Probleme des Landes anzugehen sowie überhaupt erst einmal
eine umfassende Infrastruktur aufzubauen: Alphabetisierungskampagnen und
Aufbau eines funktionierenden Schul- und Bildungssystems, flächendeckende
Gesundheitsvorsorge, subventionierte Preise für billige Grundnahrungsmittel
etc.
In dieser Phase der gesellschaftlichen
Entwicklung Algeriens war es auch das ausgesprochene Ziel der revolutionären
Führung, die notwendigen Veränderungen im Bereich der Landwirtschaft
anzupacken. Diese Zielsetzungen wurden 1971 in der „Charta der Agrarrevolution„
festgelegt. Kern dieses Programms war der Aufbau von demokratisch
strukturierten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, deren Agrarproduktion
langfristig die Eigenversorgung des Landes sichern helfen sollten.
Im außenpolitischen Bereich
spielte Algerien eine konsequent anti-imperialistische Rolle. Zu nennen
sind hierbei beispielhaft die sich ausweitenden Beziehungen mit den sozialistischen
Ländern, die konsequente Unterstützung der cubanischen und palästinensischen
Revolution sowie anti-kolonialer Befreiungskämpfe in Afrika und revolutionärer
Bewegungen in Asien und Lateinamerika, die führende Rolle Algeriens
bei der Gründung der „Afro-Asiatischen Volkssolidaritätsorganisation„
(AAPSO), den prägenden Einfluss der algerischen Revolution auf die
arabische Nationalbewegung, aber auch das progressive Gewicht des Landes
innerhalb der Bewegung der sogenannten blockfreien Staaten.
Die Vertiefung des revolutionären
Umgestaltungsprozesses wurde mit dem Tod Boumediénes abgebrochen.
Ihm folgte Oberst Chadli Benjedid als Vorsitzender des „Nationalen Revolutionsrates„
und der FLN.
Ungelöste
Fragen und wachsende Probleme
Chadli Benjedid galt von Beginn
an als Kompromisskandidat zwischen den verschiedenen Flügeln der FLN
und der Armee. Zwar hatte die Machtübernahme des „Nationalen Revolutionsrates„
1965 den reaktionären Kräften einen schweren Schlag versetzt und
so die notwendigen Voraussetzungen für eine Vertiefung des revolutionären,
anti-imperialistischen und national-demokratischen Entwicklungsweges geschaffen,
damit war der Klassenkampf jedoch nicht beendet und jene politischen Kräfte
von der Bildfläche verschwunden, die den eingeschlagenen Weg aufhalten
und zurückdrehen wollten (und wollen).
Zudem schuf der nun einsetzende
Stillstand der gesellschaftlichen Entwicklung jene Probleme, die zu einem
schrittweisen Wachsen pro-imperialistischer, bürgerlicher und konterrevolutionärer
Kräfte, ökonomischer Probleme, Rückschritten bei angelaufenen
Programmen, sich verschärfender politischer Auseinandersetzung um den
Grundkurs der Entwicklung als Ausdruck des anhaltenden Klassenkampfes sowie
der Herausbildung einer korrupten, bürokratischen Schicht führten,
was schließlich in das Chaos Ende der 80er Jahre einmündete,
aus dem die islamistischen Faschisten ihr Kapital zu ziehen versuchten.
Einige dieser Probleme sollen hier angerissen
werden:
1) Zwar wurde – wie bereits erwähnt
– ein umfangreiches Nationalisierungsprogramm durchgesetzt sowie Grundlagen
für eine eigene Schwerindustrie gelegt, dennoch ist es niemals gelungen,
die gesamte ökonomische Entwicklung des Landes auf die Basis eines
gesamtgesellschaftlichen Planes zu stellen. Die Fortschritte basierten im
wesentlichen aus den Öleinnahmen des Landes (so kamen über 90%
der Einnahmen im Außenhandel aus dem Export vor Rohstoffen, insbesondere
Erdöl und Erdgas). Der Aufbau nationaler ökonomischer Strukturen
blieb lediglich in Ansätzen stecken die zunehmend mehr Devisen verschlangen;
2) Die anhaltende Abhängigkeit von
den Öleinnahmen bedeutete zudem, dass faktisch alle Sozialprogramme,
der Aufbau der Infrastruktur etc. von den schwankenden Deviseneinnahmen
abhängig wurden;
3) Gerade im Außenhandel (und dem
von ihm abhängigen ökonomischen Sektoren) bildete sich eine bürokratische,
teilweise korrupte Schicht heraus, die am Status Quo , nicht jedoch an einer
Vertiefung des revolutionären Prozesses ein objektives und subjektives
Interesse hatte;
4) Die Entwicklung der Landwirtschaft
auf genossenschaftlicher Basis kam aus den Kinderschuhen – trotz gegenteiliger
Pläne – nicht heraus. Eine Zahl soll dies belegen: In den 80er Jahren
existierten zwar 6000 Genossenschaften mit ca. 1,1 Millionen ha Anbaufläche.
Zur gleichen Zeit verfügten jedoch etwa 170.000 privatwirtschaftlich
organisierte landwirtschaftliche Produktionseinheiten über mehr als
4,4 Millionen ha. Gerade in diesem Bereich kam es dann auch faktisch wieder
zur Herausbildung von Großgrundbesitz ähnlichen Strukturen. So
konnte die landwirtschaftliche Produktion nie mehr als 40% des Eigenbedarfs
decken und auch der genossenschaftliche Sektor verschlang einen wachsenden
Devisenanteil an Subventionen. Damit wurde auch der landwirtschaftliche Sektor
des Landes zur Quelle einer Herausbildung und Stärkung reaktionärer
Kräfte, auf die sich dann später die islamistischen Faschisten
stützen konnten;
5) Für die Schaffung der Vorraussetzungen
für die Errichtung des Sozialismus wäre es auch notwendig gewesen,
die Rolle der Arbeiterklasse zur führenden gesellschaftlichen Kraft
auszubauen und zu stärken. Diese Aufgabe hätten die FLN und die
Kommunisten (jetzt umbenannt in: „Partei der Sozialistischen Avantgarde Algeriens„)
übernehmen müssen. Auch die schwankende Politik der algerischen
Kommunisten – auf einige Hintergründe habe ich ja bereits weiter oben
verwiesen – war mitverantwortlich dafür, dass sich die konsequentesten
Kräfte innerhalb der FLN nicht in diesem Sinne durchsetzen konnten;
6) Nicht unerwähnt bleiben darf
jedoch, dass der Zeitraum, der für eine umfassende, stabile und geschlossene
Umgestaltung des Landes vorhanden war, im wesentlichen den lediglich kurzen
Zeitabschnitt von 1965 (Machtübernahme durch den „Nationalen Revolutionsrat)
bis 1978 (Tod Boumediènes) umfasste. Vieles war gerade erst „angepackt„
worden, während sich der Klassenkampf im Lande objektiv verschärfte.
Die Entwicklung
läuft außer Kontrolle
Ende der 80er/zu Beginn der 90er
Jahre explodierten die Probleme, die Entwicklung geriet außer Kontrolle.
Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das sich rasant entwickelnde
Chaos hatte natürlich auch die – zeitweise – siegreiche Konterrevolution
in den sozialistischen Ländern Ost-Europas, insbesondere der Sowjetunion
und der DDR. Damit fielen für Algerien nicht nur wichtige Handels-
und Sicherheitspartner weg, das scheinbare und von den Herren Imperialisten
aus allen Rohren herausposaunte „Ende des Sozialismus„ gab natürlich
– nicht nur (!) – in Algerien konterrevolutionären Kräften aller
Couleur und im Schlepptau der anbrechenden sogenannten „Neuen Weltordnung„
einen ungeheueren Auftrieb.
Dementsprechend formierten sich
in dem nordafrikanischen Land jene Kräfte, die der verbürokratisierten,
steckengebliebenen und von ökonomischen wie sozialen Problemen heftigst
geschüttelten algerischen Revolution nun endgültig den Garaus
machen wollten.
Politisch wurden diese Kräfte im
wesentlichen von drei Strömungen repräsentiert:
a) bürgerliche Kräfte wie die
Sozialdemokraten („Front der Sozialistischen Kräfte„; FFS, Mitglied
der „Sozialistischen Internationale„) oder Anhänger der „Sammlungsbewegung
für Kultur und Demokratie„ (RCD) oder der „Bewegung für die Berberkultur„
(MCB);
b) die islamistischen Faschisten, zunächst
vor allem organisiert in der FIS
c) die konterrevolutionären Trotzkisten
der PT
Die FLN wurde regelrecht zerrieben,
obwohl sie bis heute weiter besteht. Teile der Partei unterstützen offen
die Formierung der FIS (hatten sie doch schon in den 80er Jahren politische
Zugeständnisse an Forderungen islamistischer Kreise gemacht wie z.B.
die Rücknahme von entscheidenden Teilen der progressiven Familiengesetzgebung),
andere unterstützten die bürgerlichen Kräfte, viele zogen
sich aus dem politischen Leben zurück oder verharrten orientierungslos
angesichts der immer dramatischer werdenden Entwicklungen. Manche FLN-Funktionäre
versuchten lediglich mit allen Tricks, Taktiken und Kniffen an der Macht
oder zumindest an Schaltstellen für die „Profite in die eigenen Taschen„
zu bleiben. Dementsprechend gingen sie wechselnde Koalitionen mit allen ein,
die ihnen ein Überleben zu sichern schienen,
Als die FIS Ende 1989 schließlich
legalisiert wurde, wuchs sie schnell zur stärksten konterrevolutionären
Kraft, der es in rasantem Tempo gelang, über kommunale Machtpositionen
ganze Regionen praktisch unter ihre Kontrolle zu bekommen. (Auch international)
aufgewertet wurden sie zudem durch die strategische und taktische Kollaboration,
die bürgerliche Kräfte und die konterrevolutionären Trotzkisten
mit der FIS eingingen. Bei der Kampagne zur Aufwertung der islamistischen
Faschisten der FIS spielte die internationale Sozialdemokratie eine besonders
aktive Rolle. Ihre algerische Mitgliedsorganisation, die FFS, am finanziellen
Trog der regierenden „Sozialistischen Partei Frankreichs„, hat sich für
ein Bündnis mit den islamischen Faschisten entschieden. Ohne die „Sozialistische
Internationale„ im Hintergrund hätte z.B. die internationale Kampagne
für die Rehabilitierung der FIS und der Appell zu Verhandlungen mit
der FIS nicht ein solches Ausmaß annehmen können...
Welche Ziele die islamistischen
Faschisten von Beginn an verfolgten, geht aus folgenden Zitaten eindeutig
hervor:
· Abass Madani, FIS-Führer
: „Wir sind bereit, zwei Drittel der Bevölkerung zu opfern, damit das
übrige Drittel in der Lage ist, den Weg Gottes zu gehen.„
· Abdelkader Hachani, Nummer 3
der FIS: „Es gilt der islamische Staat oder der Tod!„
· Ali Belhadj, FIS-Führer,
hatte bereits 1990 in der FIS-Zeitung „El Mounquid„ sieben Kategorien von
zu ermordenden Personen aufgestellt: Polizisten und Gendarmen natürlich,
Journalisten, „laizistische„ Demokraten, „verkommene„ Künstler, „entartete„
Intellektuelle und Frauen, deren Platz für die islamistischen Faschisten
am Herd zu sein hat, die sich aber „von Weichlingen, Halb-Männern und
Transsexuellen„ verwirren lassen
· Im Juli 1991 nahm die FIS zum
Abschluss ihres Kongresses in Batna eine Entschließung an, in der
der Übergang zum bewaffneten Kampf für den Fall gefordert wurde,
dass es durch Wahlen nicht gelingen würde, „das islamische Khalifat
zu errichten„
Wir sehen, Sprache und Zielsetzung
der FIS erinnern überdeutlich an die Afghanistan terrorisierenden
Taliban, was auch nicht verwunderlich ist, wurden doch viele FIS-Kader in
den 80er Jahren von afghanischen Islamisten und der CIA im gemeinsamen Kampf
gegen die demokratische Regierung Afghanistans und die Sowjetunion ausgebildet.
Die islamistischen Faschisten
redeten jedoch nicht nur vom bewaffneten Kampf, sie bereiteten in ganz konkret
vor. Unmengen an Waffen wurden in unterirdischen Verstecken gehortet, Waffenfabriken
aufgebaut, Tausende ihrer Anhänger militärisch gedrillt. Kurzum:
der Sturm auf Algier wurde vorbereitet.
In dieser Situation entschlossen
sich patriotische Kräfte der Armee 1992, der drohenden Machtübernahme
durch die islamistischen Faschisten einen Riegel vorzuschieben und die FIS
zu verbieten. Die islamistischen Faschisten (wenig später auch unter
dem bekannten Kürzel GIA operierend) begannen übergangslos – dank
ihrer umfangreichen Vorbereitungen – damit, das ganze Land mit einer bisher
nicht gekannten Terrorwelle zu überziehen. Ihr ausgesprochenes Ziel war
es in dieser Phase, neben den Repräsentanten des Staates und insbesondere
seiner Sicherheitsorgane alle jene Teile der Bevölkerung im Wortsinn
zu liquidieren, die nicht mit ihnen waren. Dafür gibt es nur einen Ausdruck:
Völkermord, Genozid...
Die Schätzungen über
das Ausmaß der durch den Terror der islamistischen Faschisten umgekommenen
Menschen gehen auseinander. Manche bürgerliche Medien sprechen von über
100.000 Ermordeten. Mir zugängliche offizielle Zahlen stammen aus dem
Jahr 1997. Der damalige algerische Premierminister sprach in einer Fragestunde
des Parlaments von 26.500 Getöteten und 21.100 Verletzen, wobei die Zahl
der ermordeten Sicherheitskräfte in diesen Zahlen nicht enthalten sein
dürften. Zu den von den islamistischen Faschisten verübten Morden
und Verwüstungen machte der Sekretär des größten algerischen
Gewerkschaftsverbandes UGTA, Sidi Said, im November 1997 folgende Angaben:
400 Gewerkschafter wurden ermordet, darunter drei Nationalsekretäre.
Zerstört oder beschädigt wurden 930 Klassenräume, 8 Forschungs-
und Entwicklungsinstitute, 1020 Verwaltungsgebäude, drei Universitätszentren,
630 Betriebe. 1020 Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt. Auf 2.240 Stromleitungen
und 90 Fernmelderelaisstationen wurden Sprengstoffattentate verübt.
Ein weiteres, besonderes Element
dieses Terrorismus ist es, dass er sich direkt gegen die organisierte Arbeiterbewegung
Algeriens sowie die progressivsten und revolutionärsten Kräfte
des Landes mit dem ausgesprochenen Ziel der physischen Vernichtung derselben
richtet.
In diesem Krieg der islamistischen
gegen das algerische Volk wird eine Strategie deutlich: neben der Ausmerzung
all jener, die sie nicht zu ihren Anhängern zähl(t)en, ging es
vor allem auch darum, die ökonomischen Strukturen und sozialen Einrichtungen
(insbesondere jene, die im Zuge der algerischen Revolution als ihre Errungenschaften
entstanden waren) sowie die Infrastruktur des Landes zu zerschlagen, auch
um die sozialen Probleme des Landes weiter explodieren zu lassen und im
Chaos neue Anhänger – mit Gewalt oder ideologischer Beeinflussung –
gewinnen zu können. Eine klassische „Strategie des Chaos„ also, die
von Faschisten auch in anderen Ländern eingesetzt wurde, um an die Macht
zu gelangen!
Terrorismus
in zwei Phasen
Die Terrorkampagne der islamistischen
Faschisten lässt sich zeitlich im wesentlichen in zwei Phasen unterteilen.
Die erste Phase (von 1992 bis Ende 1995) wird am besten als „versuchter Staatsstreich
bzw. Kampf um die Macht„ umschrieben. Die ihr zugrunde liegende „Strategie
des Chaos und des Terrors„ wurde bereits eingehend beschrieben. In der Tat
hatten die islamistischen Faschisten in diesem Zeitraum die reelle Chance
in Algerien an die Macht zu gelangen. Daher war in jenen Tagen auch ihr Versuch
zu beobachten, neben der Organisierung des Massenterrors gegen Andersdenkende,
„Ungläubige und Unbelehrbare„ eine gewisse Massenbasis aufzubauen, die
sie unter Ausnutzung der objektiv vorhandenen und sich zuspitzenden sozialen
Basis zu rekrutieren suchten. In diesem Zeitraum genossen die islamistischen
Faschisten von FIS und GIA die umfangreichste ausländische Unterstützung:
aus reaktionären arabischen Staaten, dem Iran, der CIA, dem BND und dem
französischen Geheimdienst. Sie alle glaubten, mit ihrer Hilfe für
die algerischen islamistischen Faschisten bereits um die Aufteilung des „reichen
Kuchens„ dieses Landes zu kämpfen.
Das Jahr 1995 kann jedoch zurecht
als Wendepunkt in der Entwicklung angesehen werden. In diesem Jahr
beteiligte sich das algerische Volk mehrheitlich an Nationalwahlen zum Parlament
des Landes. Damit folgte es weder dem Boykottaufruf der sogenannten „demokratischen
Opposition„ und der konterrevolutionären Trotzkisten, noch ließ
es sich von den islamistischen Faschisten einschüchtern, die vor den
Wahlen damit gedroht hatten, jeden umzubringen, der sich an ihnen beteiligen
werde. Zugleich waren die Sicherheitskräfte in der Lage, den geregelten
Ablauf der Wahlen gegen den Versuch abzusichern, diese durch organisierten
Terror unmöglich zu machen. Die Tatsache, dass die Wahlen abgehalten
werden konnten und sich die Algerier mehrheitlich an ihnen beteiligten,
belegte eine Tendenzwende in vielerlei Hinsicht. Den islamistischen Faschisten
war es nicht mehr möglich, auf Basis ihrer „Strategie des Chaos und
des Terrors„ auf den Gewehrläufen reitend an die Macht zu gelangen,
ihre Unterstützerbasis begann bereits zu diesem Zeitpunkt, massiv zu
bröckeln, ein bedeutender Teil der sogenannten „demokratischen Opposition„
sowie die konterrevolutionären Trotzkisten hatten sich als billige und
willige Helfershelfer der islamistischen Faschisten entlarvt – ob aus opportunistischen,
taktischen oder gar strategischen Gründen spielt dabei nur eine untergeordnete
Rolle. Diese Kräfte hatten – unter Einschluss der FIS (!) – in den Jahren
1994 und 1994 die sogenannte „Plattform von Rom„ zusammengezimmert. Diese
„Plattform von Rom„, auf deren Basis der Boykott der Wahlen von 1995 durch
die sie unterstützenden Kräfte u.a. begründet wurde, ist nichts
anderes als die offizielle politische Legitimierung der Machtergreifung der
islamistischen Faschisten durch sogenannte „demokratische Kräfte„, vergleichbar
vielleicht mit der Zustimmung der „Zentrums-Partei„ und anderer konservativer
und reaktionärer „demokratischer Kräfte„ im Jahr 1933 zum Ermächtigungsgesetz
Adolf Hitlers...
Seit Ende 1995 hat sich die Strategie
der islamistischen Faschisten – die heute fast ausschließlich unter
dem Kürzel GIA operieren - unter der Einsicht, dass sie nun nicht mehr
unmittelbar um die Macht im Lande kämpfen können, gewandelt. Diese
Strategie kann am besten als „Strategie der anhaltenden Destabilisierung„
beschrieben werden. Vom „militärischen Gesichtspunkt„ aus bedeutet
diese Strategie, dass eine direkte Konfrontation mit den algerischen Sicherheitskräften
nach Möglichkeit vermieden wird und sich die Terroraktionen daher vor
allem um Aktionen gegen unbewaffnete Zivilisten in abgelegeneren Gebieten
sowie gegen ausgesuchte, schlecht oder nicht bewachte ökonomische Ziele
sowie infrastrukturelle Einrichtungen richten. Diese Kampagne hält bis
heute an. Obwohl derzeit nicht mehr mit einer Machtergreifung durch die islamistischen
Faschisten gerechnet werden muss, erfüllt die „Strategie der anhaltenden
Destabilisierung„ dennoch keine unwichtige Funktion. Sie hält die Gesellschaft
unter permanentem Druck und in permanenter Anspannung, verursacht weiter ökonomische
und soziale Probleme und liefert damit jenen politischen Kräften in
der algerischen Gesellschaft die „politische Munition„, um immer weitere
neoliberale Maßnahmen zum Abbau der Errungenschaften der algerischen
Revolution politisch legal als Maßnahmen zur angeblichen wirtschaftlichen
Konsolidierung durchzusetzen. Stichworte hierfür sind dabei vor allem:
anhaltende, wenn auch schleppende Privatisierungen, Budgetkürzungen in
sozialen Bereichen, Öffnung des algerischen Marktes und der ökonomischen
Strukturen des Landes für multinationale und transnationale Konzerne,
der Abbau von Arbeiter- und Gewerkschaftsrechten.
Anti-Imperialistische
Kräfte weiter in der Defensive
Obwohl die islamistischen Faschisten
in militärischen Hinsicht strategisch geschlagen sind, hält der
Druck auf die anti-imperialistischen Kräfte weiter unvermindert an.
Da ist zum einen der internationale und nationale Druck auf die algerische
Regierung, irgendeine Art von strategischem Kompromiss mit den islamistischen
Faschisten einzugehen. Einige algerische Patrioten befürchten sogar,
dass es unter bestimmten Konstellationen möglich sein könnte, die
FIS – in welcher Form auch immer – wieder zu legalisieren, seit der
Terror ausschließlich unter dem Kürzel GIA firmiert (wobei seit
1992 jedem klar ist das FIS und GIA lediglich zwei Seiten ein und derselben
Medaille sind) und die Versuche von Teilen der sogenannten „demokratischen
Opposition„ sowie von Seiten der konterrevolutionären Trotzkisten anhalten,
die FIS und einige ihrer Führer politisch zu rehabilitieren.
Zusätzlichen Druck üben jene
politischen und ökonomischen Maßnahmen aus, die neoliberale Politik-
und Wirtschaftspläne in Algerien umsetzen sollen. Auf diese Weise wird
keines der brennenden sozialen Probleme gelöst, sondern vielmehr die
Reste der Errungenschaften der algerischen Revolution entweder ausgehöhlt,
bis ins Unkenntliche verzerrt oder eliminiert.
Vor allem jedoch sind die anti-imperialistischen
Kräfte des Landes noch zu unorganisiert und ihr Handeln ist auch als
Konsequenz hieraus zu unkoordiniert. Die algerischen Kommunisten, vor allem
in der „Algerischen Partei für den Demokratischen Sozialismus„ (PADS)
organisiert leben aus objektiven wie auch leider selbst verschuldeten Gründen
hauptsächlich im selbst gewählten, europäischen Exil, die
revolutionären und anti-imperialistischen Kräfte in der Gewerkschafts-
und Arbeiterbewegung und unter den Intellektuellen sind versprengt. Die stärkste
anti-imperialistische Massenbewegung ist sicherlich zur Zeit die „Bewegung
der Patrioten„, die fast identisch ist mit den antifaschistischen Selbstverteidigungskomitees
von Arbeitern, Bauern und Intellektuellen Algeriens; viele der Aktivisten
dieser Bewegung gehören der jungen Generation des Landes an. Ohne ihr
aktives Handeln wäre es den Sicherheitskräften des Landes sicherlich
unmöglich gewesen, die strategische Offensive der islamischen Faschisten
militärisch zu brechen und unzählige ihrer Einheiten zu vernichten.
Nicht zu vergessen sind auch zahllose Frauenaktivistinnen. Die stärksten
Positionen haben die anti-imperialistischen Kräfte jedoch ohne Zweifel
im algerischen Militär bei jenen Offizieren und Mannschaften, die sich
den Traditionen der algerischen Revolution und der „alten„ FLN (immer noch
und trotz alledem!) verbunden fühlen.
Der Klassenkampf um die grundsätzliche
Entwicklung des Landes wird jedoch weitergehen, sich auf dem politischen
und ökonomischen Feld sogar noch verschärfen. Wie sich Algerien
letztlich national wie international positionieren wird, das ist noch nicht
entschieden...
Michael Opperskalski, Köln
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