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Jugend und Studenten der Welt,
die 14. Weltfestspiele der Jugend und Studenten, die auf Cuba
stattgefunden haben, wurden erfolgreich beendet. Insgesamt 12.335 Delegierte
aus 132 Ländern, die mehr als 2000 nationale, regionale und internationale
Organisationen vertreten haben, beteiligten sich an den zahlreichen politischen
Diskussionen, Treffen und anderen Festivalveranstaltungen im Geiste der antiimperialistischen
Solidarität, Frieden und Freundschaft.
Die erfolgreiche Durchführung des Festivals, 50 Jahre
nach seiner Gründung und 8 Jahre nach den 13. Weltfestspielen in Pjöngjang/Nordkorea,
hat der Festivalbewegung neue Impulse gegeben.
Es war das Ergebnis zahlreicher Bemühungen und harter
Arbeit vieler nationaler Vorbereitungskomitees, Jugend- und Studentenstrukturen
auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene, trotz aller Schwierigkeiten,
denen wir während des Vorbereitungsprozesses gegenüberstanden. Die
Vorbereitung dieses Festivals und die Wiederbelebung dieses ehrenhaften Treffens
junger Menschen dieser Welt, in einer neuen Situation mit neuer Stärke,
Dynamik und Ergebnissen, hat die Stärkung und Erweiterung unserer Bewegung
ermöglicht.
Dieses Festival hat im Vergleich zu früheren unter ganz
anderen Bedingungen stattgefunden: Der Untergang der Sowjetunion und einiger
anderer sozialistischer Staaten, imperialistische Manöver mit dem Ziel,
eine einheitliche Welt nach einem neoliberalen Model zu schaffen, während
die Globalisierung der Welt voranschreitet, was schwerwiegende Auswirkungen
für die Menschheit, insbesondere für die Jugend der Welt hatte,
erhöhte die Repression und Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, Analphabetismus,
Kürzungen des Erziehungshaushaltes und Armut, erhöhte die Kluft
zwischen Arm und Reich, Umweltzerstörung und Drogenabhängigkeit.
Die internationale Jugend- und Studentenbewegung hat sich
in den letzten Jahren stark verändert, entsprechend den politischen
Veränderungen auf globaler Ebene. Trotz aller bestehender Schwierigkeiten
setzt die antiimperialistische Jugend- und Studentenbewegung ihren Kampf
für Frieden, nationale Unabhängigkeit, Souveränität,
Selbstbestimmung und Demokratie, gegen Militäraufbau und für politische,
wirtschaftliche und soziale Rechte fort.
Die verschiedenen politischen Formen des Festivals verurteilten
die aggressive Politik des internationalen Imperialismus unter Führung
der USA, und die Politik der neoliberalen Anpassung mit ihren nachteiligen
sozialen Auswirkungen für die Menschen in aller Welt. Sie rufen die fortschrittlichen
Kräfte dazu auf, sich diesen Handlungen entgegenzustellen und für
ihre Rechte zu kämpfen, um alternative Gesellschaften aufzubauen.
Unsere Überzeugung basiert auf dem Bedürfnis, eine
neue Welt zu schaffen: eine Welt des Friedens, ohne nukleare Waffen, eine
Welt der friedlichen Koexistenz und der Konfliktlösung zwischen Nationen
und Völkern; eine Welt, in der das gleiche Recht sich zu entwickeln für
alle Nationen respektiert wird; eine Welt der Gerechtigkeit, des Wohlstandes
und der Freude aller.
Wir verurteilen aufs schärfste die Erweiterung der NATO
und fordern die Auflösung des Militärbündnisses. Wir fordern
ebenfalls die Schließung aller Militärbasen, die Kosten der Rüstungsausgaben,
das Ende des Waffenhandels, eine totale Verbannung aller Arten von Nukleartests
und die Abschaffung aller nuklearer, chemischer und biologischer Waffen.
Wir verurteilen exterritorialen Handlungen, Blockaden, Embargos,
Sanktionen, Militärbesetzungen und Staatsterrorismus sowie andere aggressive
Aktionen, die gegen Nationen und Völker in allen Teilen der Welt vorgenommen
werden.
Wir erklären unsere Unterstützung für den Kampf
gegen alle Arten von Diskriminierung sowie gegen faschistische, rassistische,
religiös-fundamentalistische und fremdenfeindliche Demonstrationen. Wir
unterstützen den unteilbaren, universellen und unveräußerlichen
Charakter der Menschenrechte und verurteilen die Verletzung der Menschenrechte
in verschiedenen Teilen der Welt sowie die Regierungen, die Menschrechte ihres
Volkes verletzen.
Wir unterstützen den Kampf der Frauen für gleiche
Rechte in allen Bereichen. Wir fordern die Erfüllung der Rechte junger
Menschen, Zugang zu besserer und wirklich freier Bildung, Gesundheitsversorgung
und Arbeit zu erhalten.
Wir fordern eine Entwicklungspolitik, die die Umwelt schützt,
die die Würde des Menschen respektiert und den Wohlstand auf alle Menschen
gleich aufteilt.
Wir fordern die Streichung der Schulden der Länder der
"Dritten Welt".
Wir verurteilen das Informationsmonopol der multinationalen
Konzerne und die Auferlegung kultureller Modelle, die unserer Identität
und Tradition zuwiderlaufen. Wir wiederholen unsere Überzeugung, daß
nur eine wahre Volksbeteiligung mit sozialer Gerechtigkeit eine Demokratie
unterstützt und wir verteidigen das Recht der Völker, das Demokratiesystem
selbst zu bestimmen.
Wir fordern die Demokratisierung der UNO; einer Organisation,
die immer mehr von imperialistischen Kräften mißbraucht wird,
sowie die Abschaffung des Vetorechtes.Wir rufen die UNO-Strukturen, die internationale
Gemeinschaft sowie alle Regierungen dazu auf, sich dem Willen der Jugend zu
unterwerfen und sich für die Erfüllung ihrer Rechte einzusetzen.
Wir unterstreichen ebenso das Recht der Nationen auf Unabhängigkeit,
Souveränität und Selbstbestimmung.
Am Vorabend des 21. Jahrhunderts rufen die 14. Weltfestspiele
der Jugend und Studenten alle jungen Menschen und Studenten dazu auf, nach
Einheit zu streben im Kampf und in der Verteidigung unserer Rechte und Bestrebungen
und eine internationale Jugendbewegung zu schaffen, die in der Lage ist, der
Aggression des Imperialismus nicht nur entgegenzustehen sondern auch in die
Gegenoffensive zu gehen, auf dem Weg zur Umwälzung der Gesellschaft.
Aus Anlaß des 30. Todestages des Commandante Che Guevara
erklären die Teilnehmer der 14. Weltfestspiele der Jugend und Studenten
ihre Verpflichtung, für die gerechte Sache der Ausgebeuteten und Enteigneten
dieses Planeten.
Wir verurteilen die Versuche der Vereinigten Staaten sowie
Südkoreas aufs schärfste, die Teilnahme junger Menschen ihres Landes
an diesem großen Ereignis auf Cuba zu verhindern.
Auf Grundlage der Ergebnisse und der konkreten Aktionen, die
auf den 14. Weltfestspielen beschlossen wurden, erklären wir unsere Verpflichtung,
die Bewegung der Weltfestspiele der Jugend und Studenten fortzuführen,
in der unser Kampfgeist bewahrt und eine gemeinsame Front jener gebildet wird,
deren Ziel der Kampf gegen Imperialismus und Kolonialismus ist, ohne Rücksicht
auf politische, geschlechtliche oder religiöse Unterschiede oder Herkunft.
Wir bestätigen unsere Verpflichtung, die 15. Weltfestspiele
der Jugend und Studenten in den kommenden Jahren zu organisieren. Wir rufen
alle demokratischen und fortschrittlichen Kräfte dazu auf, sich aktiv
an dem Vorbereitungsprozeß für das nächste Festival zu beteiligen.
Wir Weltfestspielteilnehmer begrüßen die großzügige
Gastfreundschaft des cubanischen Volkes und der Jugend sowie ihren Beitrag
für die Stärke und Kontinuität der Festivalbewegung. Wir danken
ebenfalls der cubanischen Regierung für die Einrichtungen und die Kooperation,
die uns zuteil wurde. Wir erneuern unsere Verpflichtung gegenüber dem
cubanischen Volk, seine Revolution zu verteidigen und fordern die Aufhebung
der kriminellen US- Blockade gegen ein Land, das trotz seiner schwierigen
Situation, die jungen Menschen der Welt freundlich umarmt.
Für antiimperialistische Solidarität, Frieden
und Freundschaft!
Wir sehen uns auf den 15. Weltfestspielen der Jugend und
Studenten.
Hasta la victoria siempre!
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